Deutsches Halbfinale in Hamburg: Mayer vs. Kohlschreiber

Fast 25 Jahre ist es her, dass Michael Stich als letzter deutscher Spieler das Turnier am Hamburger Rothenbaum gewonnen hat. Nun wird auf jeden Fall ein Deutscher im Finale stehen; denn Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber (Foto) treffen am Samstag am Rothenbaum in einem deutsch-deutschen Halbfinale aufeinander. Der Augsburger Kohlschreiber gewann sein Viertelfinale gegen den Argentinier Nicolas Kicker 7:6 4:6 6:4. Florian Mayer legte am Abend in einem spannenden Match nach. Der Bayreuther siegte gegen Diego Schwartzman (Argentinien) 6:2 2:6 6:3 und steht erstmals im Halbfinale von Hamburg.
Bereits 2014 konnte Philipp Kohlschreiber am Rothenbaum ins Halbfinale einziehen; verlor dort aber gegen den späteren Sieger Leonardo Mayer. Der Argentinier steht 2017 ebenfalls wieder in der Vorschlussrunde, in der er auf seinen Landsmann Federico Delbonis trifft.
Turnierdirektor Michael Stich darf sich freuen. Das rein deutsche Halbfinale sowie die Garantie, dass ein deutscher Spieler am Sonntag im Finale stehen wird, dürfte für gute Besucherzahlen an den letzten beiden Tagen der Turnierwoche des ATP 500 Events am Hamburger Rothenbaum sorgen.

Foto © Thomas Oberwalder

 

TMV Kids waren beim Talente Cup in Essen am Start

Die Tennistalente aus Mecklenburg-Vorpommern waren auch in diesem Jahr bei der größten Veranstaltung des Deutschen Tennis Bund im Bereich Jüngstentennis mit von der Partie. Vorausgegangen waren in Mecklenburg-Vorpommern – wie in jedem Jahr – vier Qualifikationsturniere und ein Masters, um die jeweils besten fünf Mädchen und Jungen in der Altersklasse U11 zu nominieren. Folgende Kinder haben den Tennisverband MV in Essen unter der Betreuung der Trainerin Elisa Behncke und das Trainers Philipp Füllkel vertreten: Tia Häusler, Lüder Bengt Witstruck, Marten Bernstein (Stralsund), Karolina Fink, Hannes Priester ( Kühlungsborn), Paula Dunkelmann (Boltenhagen), Elea-Marleen Teetzen (Bansin), Florian Resech (Neubrandenburg) und Julian Zygmunt (Greifswald). Bei den Mädchen wurde unsere Mannschaft durch Lucia Schuknecht vom TV Niederrhein ergänzt.
In der Vorrunde – mit vielen starken Landesverbänden in einer Gruppe – war es wie immer sehr schwer Punkte zu erkämpfen. In der Hauptrunde ging es um Platz 13 bis 18 gegen die Auswahlmannschaften aus Hamburg, dem Saarland, Bremen und Sachsen-Anhalt. Erfreulicherweise konnten in den Tenniswettbewerben acht Punkte in die Wertung eingebracht werden. Lucia und Hannes hatten mit je drei Punkten daran den größten Anteil.
Die meisten Punkte konnten in den letzten Jahren in den Athletikwettbewerben eingefahren werden. Das gelang 2017 nicht; es wurden leider nur sechs Punkte erzielt. 2016 konnten in der Athletik noch 14 Punkte erkämpft werden. Am Ende des Turniers gab ein Unentschieden der Mädchen beim Hockey den Ausschlag zu Gunsten des TMV Teams, das mit einem Punkt vor Sachsen-Anhalt auf dem 17. Platz landete.
„Die Aufstellung eines Teams für den DTB Talente Cup ist für unseren kleinen Landesverband in jedem Jahr eine neue Herausforderung“, so Martin Möritz, der das Team rund um den Event in Essen betreute. „Es sollte für unseren Verband dennoch in den nächsten Jahren stets das Ziel aller Anstrengungen im Jüngstentennis bleiben.“

Foto © Michael Priester

Ein letztes Mal: Tommy Haas zurück in Hamburg

Vor seinem letzten großen Auftritt am Hamburger Rothenbaum hat sich Tommy Haas schon mal in der alten Heimat umgeschaut und die Elbphilharmonie in der Hamburger Hafencity besucht. Zusammen mit seinen Eltern, seinen beiden Schwestern sowie seiner jüngsten Tochter Josephine erhielt der gebürtige Hamburger am Samstag Abend eine Führung durch das neue Wahrzeichen der Hansestadt. 
„Die Rückkehr nach Hamburg ist immer was ganz Besonderes für mich. Ich bin hier aufgewachsen, habe hier bis zu meinem elften Lebensjahr viel schöne Jahre verbracht“, erinnert sich Haas. „Hamburg, die Elbe, der Hafen – all das ist wunderschön.“
Rund 90 Minuten dauerte die Tour durch das architektonische Gesamtkunstwerk auf dem Sockel des ehemaligen Kaispeichers.
Ab Dienstag wird es ernst für den Tennisprofi. Dann steht das, für den mit einer Wild Card startenden Tommy Haas, wichtige Erstrundenspiel bei den German Open in Hamburg an.

Fotos © Carolin Thiersch

Mindestens sechs Deutsche am Rothenbaum dabei

Maximilian Marterer bleibt bei den German Open Tennis Championships 2017 der Umweg über die Qualifikation erspart. Der 22 Jahre alte Nürnberger erhält von Turnierdirektor Michael Stich eine Wild Card für das Hauptfeld. Damit starten bei der 111. Auflage des Traditionsturniers am Hamburger Rothenbaum mindestens sechs deutsche Spieler. Vor Marterer hatten bereits Tommy Haas und Daniel Altmaier eine Wild Card bekommen. Jan-Lennard Struff, Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer sind direkt für das Hauptfeld qualifiziert.
„Bei der Vergabe der letzten Wild Card haben neben dem Alter auch die sportlichen Leistungen der vergangenen Monate eine Rolle gespielt“, begründet Michael Stich seine Wahl. „Maximilian hat sich in diesem Jahr mit guten Ergebnissen bis an die Top 100 herangespielt. Mit der Wild Card wollen wir ihn dabei unterstützen, diesen ersten Meilenstein seiner noch jungen Karriere vielleicht schon am Rothenbaum zu erreichen.“
Auch bei der am Samstag (22. Juli) beginnenden Qualifikation gehen die Wild Cards an drei Spieler aus Deutschland. Louis Wessels aus Bielefeld darf sich ebenso Hoffnungen auf den Einzug in das Hauptfeld machen wie der Kölner Oscar Otte und der erst 16 Jahre alte Rudolf Molleker aus Berlin. Molleker ist die Nummer 19 der Juniorenweltrangliste und hat in den vergangenen Wochen mit Siegen bei den internationalen Jugendturnieren in Offenbach und Berlin auf sich aufmerksam gemacht. Der 24 Jahre alte Otte gewann im Juni das Sandplatzturnier der ATP Challenger Tour in Lissabon und erreichte zuletzt in Braunschweig als Ungesetzter das Halbfinale. Louis Wessels hatte im vergangenen Jahr bei den German Open auf sich aufmerksam gemacht, als er im Alter von nur 17 Jahren überraschend das Achtelfinale erreichte.
Tickets für die German Open sind unter der Telefonnummer 040 238804444, per E-Mail an tickets@german-open-hamburg.de und im Internet auf www.german-open-hamburg.de erhältlich. Karten sind ab 19 Euro zu haben.

Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer sind direkt fürs Hauptfeld des ATP Turniers am Hamburger Rothenbaum qualifiziert.
(Fotos © Thomas Oberwalder)

Warnemünder Tennissenioren wieder Landesmeister

Ein wenig Stolz merkte man den Tennissenioren von Blau Weiß Warnemünde nach dem spannenden Finale in der Verbandsoberliga Herren 60 gegen den TC Demmin an. Pünktlich zum 25. Vereinsjubiläum errangen sie den Landesmeistertitel mit einem umkämpften, aber dennoch leistungsgerechten 5:1 Sieg. Mit deutlichen Siegen – stets endeten die Partien 5:1 – über die Mitkonkurrenten der Tennis-Oberliga Mecklenburg-Vorpommern, stellte die Mannschaft im Verlauf der gesamten Saison ihr Leistungsvermögen nachdrücklich unter Beweis. Zur siegreichen Mannschaft gehören Manfred Witte, Tennis-Verbandspräsident Dr. Karl-Heinz Kutz, Blau-Weiß Präsident Dieter Bursche und Claus Schumann (v.l.n.r.).
„Nach dem Meistertitel bei den Herren 65 im vergangenen Jahr haben wir uns der sportlichen Herausforderung gestellt und hatten von Anfang an das gemeinsame  Ziel, die Landesmeisterschaft auch in der jüngeren Altersklasse zu erringen. Wichtig für den Erfolg war die leistungsmäßige Ausgeglichenheit aller Spieler und die mannschaftliche Geschlossenheit. Darüber hinaus hat es auch viel Spaß gemacht. Wir wollen in der gleichen Aufstellung den Titel im nächsten Jahr verteidigen“, so Dieter Bursche der Mannschaftsführer.

Beach Tennis: Gold nach Osnabrück – Silber für Rostock

Beim Beach Tennis DTB Pro Turnier am Samstag, 8. Juli im Rahmen der 80. Warnemünder Woche „entführten“ die favorisierten Gäste aus dem niedersächsischen Tennis-Landesverband die Goldmedaillen. In souveräner Art und Weise dominierten – sowohl bei den Damen – Nationalspielerin Sarah Bolsmann mit Doppelpartnerin Christin Meyer, als auch bei den Herren, Sven Bolsmann mit Spielpartner Janis Unland das komplette Turnier.
Erfreulich aus Sicht des Tennisverband Mecklenburg-Vorpommern: Die Silbermedaillen bleiben in Rostock. Bei den Damen spielten sich Anne John und Pauline Lustig eindrucksvoll bis ins Finale. Mussten dort, nach verlorenem ersten Satz, zu Beginn des Zweiten nach ärztlicher Behandlung an der Seitenlinie des Center Court leider aufgeben.
Bei den Herren überraschten Gunnar Körber und Hauke Segert. Die beiden Rostocker konnten bis ins Endspiel einziehen und zeigten dort beim 2:6 1:6 eine sehr ansehnliche Leistung gegen übermächtige Gegner. Die Zuschauer bekamen spektakuläre Ballwechsel geboten. Im Halbfinale setzten sich Körber/Segert gegen Martin Domnick und Sebastian Pick aus Stralsund durch. Martin Domnick ging hier nach einer Verletzung im Viertelfinale angeschlagen ins Match.

Zu den Gästen am Strand von Warnemünde zählten unter anderem Reiner Beushausen (DTB Präsidium), Dr. Karl-Heinz Kutz (TMV Präsident), Manfred Frommholz aus dem TMV-Präsidium, eine brasilianische Profispielerin und auch Roland Methling, der Oberbürgermeister der Stadt Rostock, nahm am Freitag Abend ein Beach Tennis Racket unter die Lupe.

Zufrieden zeigte sich nach zwei Turnieren in drei Tagen in der Sport & Beach Arena auch der Verantwortliche des TMV Thomas Oberwalder. „Wir haben tollen Sport zu sehen bekommen. Die Talentschmiede Universität Rostock hat uns am Samstag Endspiele mit Rostocker Beteiligung beschert. Das Wetter war traumhaft. Die Stadt Rostock und die Macher der Warnemünder Woche haben uns in allen Belangen professionell unterstützt und uns mit der, für eine Sportveranstaltung wohl schönsten Location an der gesamten Ostseeküste, den perfekten Rahmen für den ersten TMV Beach Tennis Cup geboten. Jetzt heißt es, den Event auszuwerten und vielleicht 2018 sogar internationale Spielerinnen und Spieler an den Warnemünder Strand zu locken.“

Favoriten siegen beim Beach Tennis Cup Warnemünde

Am Ende siegten, sowohl bei den Damen als auch bei den Herren, die Favoriten. Sarah Bolsmann (Osnabrück) und Lea Kenzler (Rostock) sicherten sich in einem packenden Finale den Sieg im Damen-Doppel beim ersten TMV Beach Tennis Cup in der Sport & Beach Arena Warnemünde. Allerdings war der Erfolg ein hartes Stück Arbeit. Sowohl im Halbfinale gegen Tina Hübner und Luisa Voigt, als auch im Finale gegen Pauline Lustig und Anne John wurde den Siegerinnen alles abverlangt.
Auch bei den Herren standen sich im Endspiel die beiden favorisierten Teams gegenüber. Janis Unland und Sven Bolsmann (beide Osnabrück) setzen sich in beeindruckender Art und Weise deutlich gegen Martin Domnick und Sebastian Pick aus Stralsund durch; nachdem sie bereits im Halbfinale Max Bading/Thomas Oberwalder (Rostock) aus dem Weg geräumt hatten.
Am Samstag werden die Karten neu gemischt. Bei einem Turnier der Kategorie Pro steht ab 10 Uhr ein weiteres Beach Tennis Turnier auf dem Programm. Die Finalspiele starten ca. ab 17 Uhr. Für Zuschauer stehen, wie schon in den letzten Tagen, zwei Schnupper Courts zum kostenlosen Ausprobieren der Sportart zur Verfügung.

Fotos von der Siegerehrung auf der NDR Bühne am Leuchtturm Warnemünde.

Senioren kämpften in Neustrelitz um Landesmeistertitel

Eines vorne weg: Die Neustrelitzer Gastgeber haben Unmögliches möglich gemacht. Nach Dauerregen mit teils kräftigen Schauern waren die Plätze komplett unter Wasser und die Tennisanlage glich eher einem Schwimmbad. Doch die Verantwortlichen trotzten den äußeren Bedingungen; Marco Westphal und sein Team schafften es, bis Samstag Abend die Plätze wieder hin zu bekommen. Und so startete die Landesmeisterschaft der Senioren tatsächlich dann am Samtag Abend mit den ersten Spielen.
Insgesamt traten knapp 50 Seniorinnen und Senioren an. Leider mußten einige Konkurrenzen wegen zu geringer Beteiligung abgesagt werden.
Bei den Damen 50 holte sich Sabine Mainzinger (TC Blau-Weiß Rostock) den Titel. Den zweiten Platz belegte Kathrin Fischer von der HSG Greifswald.
Bei den Herren blieben gleich drei Titel in Neustrelitz.

Nachfolgend die Sieger und Zweitplatzierten in den Herren-Konkurrenzen:

  • Herren 30:
    Björn Philipp, TC Neustrelitz; Marco Westphal, TC Neustrelitz
  • Herren 50:
    Mail Zellermann, TC Neustrelitz; Andreas Fritsche, TC Neustrelitz
  • Herren 55:
    Torsten Reuß, SV Blau-Weiß 69 Parchim; Klaus Haustein, Akadem. Rostocker TC 90
  • Herren 60:
    Udo Scharkowski, HSG Wissenschaft Greifswald; Bernd Klein, Schweriner TC 1908
  • Herren 65:
    Norbert Schweizer, SV Blau-Weiß 69 Parchim; Claus Schumann, TV Blau-Weiß Warnemünde
  • Herren 70:
    Kurt Neumann, TC Neustrelitz; Rainer Bahrdt, TC Blau-Weiß Rostock

Wimbledon: Andrea Petkovic knapp an Überraschung vorbei

Petkovic raus, Lisicki raus, Kohlschreiber raus, Haas raus. Soweit die schlechten Nachrichten. Bei näherer Betrachtung aber keine Überraschung. Denn Andrea Petkovic – laut Barbara Rittner auf dem Weg aus der Krise – hatte es immerhin mit der Nummer 9 der Welt zu tun. Und trotzte Dominika Cibulkova beim 3:6 6:3 7:9 immerhin einen Satz ab; kämpfte sich im Dritten bis in die Verlängerung. Sabine Lisicki sah allerdings gegen Ana Konjuh beim 1:6 4:6 kein Land.
Besser machte es Carina Witthöft. Die Hamburgerin setzte sich gegen Mirjana Lucic-Baroni – immerhin 27 der Weltrangliste –  mit 6:3 5:7 8:6 durch.
Bei den Herren ereilte Philip Kohlschreiber und Tommy Hass das Aus in der ersten Runde. Kohlschreiber war gegen die Nr. 6 der Weltrangliste chancenlos. Cilic gewann glatt in drei Sätzen 6:4 6:2 6:3. Tommy Haas wehrte sich. Musste aber gegen Rubens Bemelmans nach vier Sätzen (2:6 6:3 3:6 5:7) Abschied von Wimbledon nehmen.
Besser machten es Dustin Brown und Peter Gojowczyk. Brown nahm Joao Sousa, immerhin 58 der Weltrangliste, mit 3:6 7:6 6:4 6:4 aus dem Turnier. Qualifikant Gojowczyk gelang der Einzug in Runde zwei nach 7:6 2:6 6:3 6:1 über Marius Copil. Nicht gefordert wurde Florian Mayer. Nach 6:1 im ersten Satz musste Viktor Troicki aufgeben.
Am heutigen Dienstag steigt Angelique Kerber ins Turniergeschehen von Wimbledon ein. Wir werden sehen, wohin die Reise der deutschen „Wundertüte“ geht.


Andrea Petkovic (WTA 88) – gegen die Neun der Weltrangliste nur knapp an einer echten Überraschung vorbei.

Fotos: © Thomas Oberwalder