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Sven Ueberschär ist neuer Jugendwart des TMV

Sven Ueberschär ist neuer Jugendwart des Tennisverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Der Rostocker, im Bild links mit TMV-Präsident Dieter Bursche, wurde am Freitag auf der außerordentlichen Jugendwarteversammlung einstimmig gewählt. Der TMV-Chef gratulierte dem Nachfolger von Ben Ansorge, der sein Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte, und wünschte ihm „immer ein glückliches Händchen bei seinen Entscheidungen“. Schwerpunkte werden die MV-Talentetour sein, ein stärkeres Einbeziehen und die ,Mitnahme‘ aller Jugendwarte sowie die Schaffung einer sogenannten TMV-Nachwuchs-Tour, damit die Zwölf- bis Sechzehnjährigen weiter unter dem Dach des Tennisverbandes begleitet und gefördert werden, sagte Dieter Bursche. Sven Ueberschär nannte als Ziele die Gewinnung neuer Vereinsmitglieder sowie die Entwicklung des Leistungssports.

Sven Ueberschär gab einen Überblick über das bereits Erreichte:

1. Organisation der Termine für die Talentetour 2020 (Ziel an die erfolgreiche Durchführung mit dem Finale in Essen anknüpfen)

2. Organisation der Landesmeisterschaft (Ziel: Teilnehmerzahl erhöhen und Vermeidung von nicht besetzten Altersklassen, Trennung der Termine: Bis U14 an einem Termin, U16 und U18 an einem anderen Termin sowohl bei den Winter- als auch bei den Sommer-Landesmeisterschaften)

3. Schulterschluss mit den anderen Ostverbänden durch Organisation verbandsübergreifender Turniere. Der Grundstein wurde schon vor einigen Tagen bei einem Meeting in Leipzig gelegt. Die Steffi-Graf-Serie wird auf MV erweitert. Der Startschuss erfolgt nach Abgleich der Termine mit den anderen wichtigen Turnieren in der Ostrunde.

4. Gemeinsame Organisation mit den Verbänden der neuen Bundesländern – Kidscup auch auf Kleinfeld und Midcourt, hier als sehr spezielle Variante, wo sich Tennisneulinge bis U12 Wahlweise auf alle Platzgrößen und Ballvarinaten anmelden können. Termine stehen, Veranstalter stehen in den Startlöchern.

5. Aktive Öffnung des TMV in Richtung der anderen Landesverbände. Geplant sind gemeinsame Trainingslehrgänge.

Für 2020 stehen folgende Dinge auf der Agenda des neuen Jugendwarts:

1. Installation des vom DTB und den Landesverbänden entwickelte Talentino-Trainingskonzeptes in MV – idealerweise in allen Vereinen und Tennisschulen. Das Trainingskonzept ist auf sportwissenschaftlichen und pädagogischen Erkenntnissen aufgebaut und in fast allen leistungsstarken Verbänden in Deutschland umgesetzt. 

2. Schaffung von Rahmenbedingungen, die es ermöglichen, dass Tennisvereine und Schulen im Einzugsgebiet der Vereine gemeinsam das Talentino-Konzept in die Schulen oder Kitas transportieren, damit neue Kinder für den Tennissport begeistert werden können. Durchführung kleiner Wettkämpfe mit tennisspezifischer Ausrichtung an den Schulen und mit den Vereinen, um neue Mitglieder zu gewinnen. 

3. Es wird parallel zu der Talentetour eine Lehrgangsserie angeboten, mit dem Namen „auf dem Weg nach Detmold“. Hier sollen junge Tennissportler auf das hohe Leistungsniveau vorbereitet werden. Zu diesem Turnier in Detmold treffen sich die besten Tennisspieler bis zur U12, um dort in einem fairen Wettkampf die Besten zu ermitteln. Auch wenn mit Ausnahme von Viggo Wagenknecht (TV Waren) und dem Schweriner Niels McDonald, der für den Turn- und Sportverein Glinde spielt, das Leistungsniveau in MV nicht für die vorderen Plätze reichen wird, sollten so viele Kinder wie möglich in den Genuss einer derartigen Wettkampf- bzw. Turnieratmosphäre kommen.

4. Ziel muss es sein, Talenten und Leistungssportlern die Möglichkeit zu geben, so lange es geht, in MV zu bleiben. Durch gezielte verbandsübergreifende Lehrgangsplanung für die Ranglistenspieler und solche, die es mal werden wollen, sollte das auch in dem kleinsten Tennisverband Deutschlands mit zurzeit nur 14 Ranglistenspielern möglich sein. 

5. Jugendliche und Kinder zu motivieren, Teil der Rangliste zu werden, damit die Turnierlandschaft in Zukunft nicht nur aus J5 Turnieren in MV besteht bzw. Turniere in MV mit höherer Kategorisierung nicht nur durch Kindern anderer Verbände bestimmt wird.

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Jolien Ueberschär zum Lehrgang der Ostverbände

Zwei Tennis-Talente aus Mecklenburg-Vorpommern erhielten eine Einladung zum DTB-Ost Lehrganges in Weimar: Viggo Wagenknecht und Jolien Ueberschär. Viggo musste krankheitsbedingt passen, so dass Jolien die einzige Vertreterin aus MV war.

Schwerpunkte des Lehrganges waren: Theorie und Praxis der Spieleröffnung mit Aufschlag und Return, wohin und wie und die Folgeschläge wohin und wie. Festigung des Übungsarials bei der Erwärmung, der Stabilität, sowie der Dehnung und der Beweglichkeit (Erwärmung, Nachbereitung und Erwerb).

„Alle Teilnehmer zeigten  sehr großes Engagement und waren mit tollem Einsatz dabei“, lobte Trainer Ralf Steinbach. „Als direkte Vorbereitung und für den nun kommenden Einstieg in die Hallenturniere im Verbund mit den ausgewählten Kadern aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern war es ein gelungenes Wochenende“, konstatierte der Diplom-Sportwissenschaftler zufrieden.

14 Jugendliche aus dem TMV werden in der deutschen Rangliste geführt. Damit ist der kleinste Landesverband Schlusslicht – und das nicht nur in der Ostrunde.

Wie am Rande der DTB-Mitgliederversammlung in Potsdam in der Kommision der Verbandsjugendwarte besprochen und erörtert wurde, ist die Anzahl der in der Rangliste spielenden Kinder und Jugendlichen ein bestimmender Faktor bei der Ermittlung der QZ als Kennziffer, welche bestimmend für die Turnierkategorie ist. „Ohne Entwicklung der Wettkampfspieler in unserem Verband zu Ranglistenspielern wird es in Zukunft schwer, Turniere mit J4 und höher in unserem Land zu organisieren, ohne auf die Tennisspieler aus den anderen Verbänden angewiesen zu sein“, erklärte der designierte TMV-Jugendwart Sven Ueberschär.

„Hier ist dringender Entwicklungsbedarf“, meinte der Rostocker, der für 2020 eine Tabelle mit Terminvorschlägen für Wochenendlehrgängen und Trainingslager erstellte. In Potsdam habe er erste Kontakte zu anderen Verbänden knüpfen können, „von denen wir professionelle Unterstützung bekommen können“, erklärte Ueberschär.

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