Gelebte Einheit: Tennisfreunde touren durch den Osten

  • 9. August 2018

Im Osten nichts Neues. Das ist die Erkenntnis der Tennisfreunde vom SV Brake (Landkreis Wesermarsch) nach einer Stippvisite in Rostock. Seit 2003 besuchen sie Vereine in den neuen Bundesländern. Gastgeber der 16. Reise war der TC Blau-Weiß Rostock. Und wie bei den 15 Stationen, darunter Dresden, Erfurt, Potsdam, Schwerin und Leipzig, sei auch diesmal „alles bestens“ gewesen, sagt Herold Blohm, Gründungsmitglied der 1982 ins Leben gerufenen Freitagsrunde. „Wir haben in all den Jahren immer positive Resonanz erhalten und noch keinen Reinfall erlebt. Unglaublich!“, schwärmt er.

Blohm ist mit 80 der Nestor der neunköpfigen Truppe. Aus gesundheitlichen Gründen können nicht mehr alle ihren geliebten Sport ausüben. Bei Karl-Heinz Röben spielt die Hüfte nicht mehr mit. „Zugucken und von außen alles besser zu wissen, ist auch ganz schön“, scherzt die ehemalige Nummer 1 der Tennisfreunde.

Neben dem sportlichen Wettstreit, der stets mit dem Schlachtruf „Aufschlag Ass“ beginnt, sei der Austausch untereinander wichtig, betont Herold Blohm. „Wir plaudern über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft“, sagt er.

Eine Bootstour nach Warnemünde, ein Stadtbummel und ein Spaziergang am Stadthafen – für viel mehr blieb keine Zeit. Gastgeber Rainer Küster vom TC Blau-Weiß, der die Truppe von der Weser mit einem großen Pokal überraschte, hatte noch zig weitere Unternehmungen geplant. „Ich habe ihm gesagt, dass wir leider nicht vierzehn Tage bleiben können“, erzählt Blohm und lacht.

Blohm leistete Anfang der neunziger Jahre Amtshilfe für das Regierungspräsidium Halle an der Saale. Karl-Heinz Röben war 1994 für das Studieninstitut Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin tätig. Peter Köppen fand in den neuen Bundesländern privat sein Glück. Er lernte in Thüringen seine Frau Claudia kennen. „Wir lieben den Osten“, sagt Blohm. Stefan Ehlers

Stippvisite im Stadthafen: Die Tennisfreunde des SV Brake. Mittendrin: Herold Blohm, der den Pokal hält.