LK-Reform ist auf den Weg gebracht

  • 21. November 2018
TMV-Präsident Dieter Bursche (2.v.r.), Jugendwart Ben Ansorge (r.), Sportwart Marcus Wermuth (l.) und Martin Gube bei der Mitgliederversammlung in Mannheim

Gibt es eine neue LK-Reform? Wie gehen wir mit dem Thema eSport um? Hat die Agenda 2020 schon Früchte getragen? Das waren einige Fragen, mit denen sich die rund 200 Delegierten bei der 70. Ordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis Bundes (DTB) in Mannheim beschäftigten. Mit dabei waren fünf Mitglieder des Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern: Dieter Bursche (Präsident), Marcus Wermuth (Sportwart), Ben Ansorge (Jugendwart), Martin Gube (Ausbildung und Training) sowie Stefan Ehlers (Medien und Öffentlichkeitsarbeit).

Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen:
LK-Reform: Das Thema wurde um ein weiteres Jahr zurückgestellt. Das heißt, 2019 bleibt alles wie bisher. „Es wurde eine einheitliche Wettspielordnung auf den Weg gebracht. Sie wird etappenweise fortgeführt und soll bundesweit und altersklassenübergreifend vereinheitlicht werden“, erläutert TMV-Präsident Dieter Bursche.

eSport: Die DOSB-Vorstandsvorsitzende Veronika Rücker erläuterte die kürzlich verabschiedete Position zum Freizeitphänomen eSport. So unterscheidet der DOSB zwischen eGaming, sogenannten Strategiespielen, sowie virtuellen Sportartensimulationen. Letztere könnten für die Entwicklung von Fachverbänden von Bedeutung sein. Das Thema wurde in mehreren Ausschüssen kontrovers diskutiert – bislang ohne konkretes Ergebnis. DTB-Präsident Ulrich Klaus kündigte an, dass sich der „DTB mit dem Thema befassen und einer eigenen Positionierung widmen“ werde. Im Anschluss an ihren Gastvortrag wurde Veronika Rücker, ehemalige DTB-Referentin für Sportentwicklung und Breitensport, mit dem DTB-Award für besondere Verdienste um den Tennissport ausgezeichnet.

Agenda 2020: DTB-Präsident Ulrich Klaus sprach über erste Umsetzungserfolge der Agenda 2020, einem Arbeits- und Zielprogramm, das vor einem Jahr durch das Präsidium verabschiedet wurde und an dessen Ende eine grundlegende Strukturreform des größten Tennisverbandes der Welt stehen soll. Er betonte, man habe bereits erste Erfolge auf dem Weg zu einer professionalisierten Struktur und einem Hauptamt mit größerer Entscheidungskompetenz vorzuweisen. So beschäftigt der DTB seit kurzem mit Helmut Kraft einen neuen hauptamtlichen Geschäftsführer für die Wirtschaftstöchter Deutsche Marketing und Stadion GmbH und die Tennis Deutschland Service GmbH. Als entscheidenden Meilenstein des Jahres 2018 bezeichnete Ulrich Klaus die vor wenigen Wochen verabschiedete Revitalisierung der Tennisanlage am Hamburger Rothenbaum. „Wir werden das bestehende Stadion auf einen zeitgemäßen Stand bringen. Das Dach wird erneuert und wir hoffen sogar, dass dies bereits bis zum Tennisturnier und zur Beachvolleyball-WM im kommenden Sommer möglich ist“, kündigte der 68-Jährige an.